Tarifvertrag groß und außenhandel hamburger wirtschaftsraum

Es wurde argumentiert, dass kleine Gewerkschaften in den letzten Jahren einen unverhältnismäßighohen Einfluss gewonnen haben. Diese Entwicklung wird als direkte Folge der Urteile des Bundesarbeitsgerichts von 2010 gesehen, mit denen das seit über 60 Jahren bestehende Prinzip der Tarifeinheit (Unitarian Bargaining) beendet wurde. Diese Urteile gaben kleinen Gewerkschaften mehr Rechte, das etablierte System anzufechten, das nur eine Vereinbarung für ein bestimmtes Unternehmen hatte. Mehrere DGB-Gewerkschaften befürchteten, dass Berufsgruppen, die am meisten von Streiks profitieren würden, das Solidaritätsprinzip aufgeben könnten. Die Arbeitgeber ihrerseits befürchteten, dass die Unternehmen mit permanenten Turbulenzen konfrontiert würden, da einzelne Tarifverträge ständig auslaufen könnten. Am 22. August fand die fünfte Verhandlungsrunde zur Unterzeichnung eines Tarifvertrags in der Glascontainerfabrik in Ksani (JSC MINA) statt, die sich im Besitz des türkischen Unternehmens ,,I`ecam Glass Packaging Group” befindet. Die Gründer des Projekts sind der Internationale Metallarbeiterverband und Vertreter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Russland. Ein zentrales Ziel des Programms ist der Erfahrungsaustausch zwischen den deutschen und russischen Gewerkschaften als Beispiel für die Interaktion innerhalb der Industrie. Die Gewerkschaft JSC “Klimov” ist ein repräsentatives Organ der Arbeitnehmer bei den Verhandlungen mit der Unternehmensverwaltung. Seine Hauptaufgabe besteht darin, die Arbeitnehmerrechte, die sozialen und wirtschaftlichen Interessen der Arbeitnehmer zu schützen und den Arbeitnehmern solche Produktions-, Sozial- und Arbeitsbedingungen zu bieten, um die Effizienz ihrer Arbeit zu erhöhen.

Die langjährige effiziente Zusammenarbeit der Gewerkschaft mit den Führungskräften des Unternehmens sorgt für eine hohe soziale Entwicklung mit wichtigen Indikatoren wie: Derzeit bereiten sich die Gewerkschaften auf eine Gerichtsverhandlung Ende September vor. Der Präsident der Gewerkschaft der Arbeiter des Bergbaus und der Metallurgie der Republik Kasachstan, Asylbek Nuralin, sandte einen Brief an die kasachischen Behörden, in dem er sie aufforderte, den Arbeitskampf beizulegen und die Rechte der Arbeitnehmer zu gewährleisten. Der Vorsitzende der Bergarbeitergewerkschaft Korgau, Marat Mirgayazov, erklärte, das Bundesverfassungsgericht habe entschieden, dass ein umstrittenes Gesetz über Tarifverträge mit der Verfassung vereinbar sei. Das Tarifeinheitsgesetz sieht vor, dass bei konkurrierenden Tarifverträgen innerhalb eines Unternehmens die Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaft mit der größten Mitgliederzahl gilt. Mit diesem 2015 eingeführten Gesetz wollte die Bundesregierung Machtkämpfe zwischen verschiedenen Gewerkschaften verhindern, in denen eine Untergruppe von Arbeitnehmern zum Nachteil der breiteren Erwerbsbevölkerung zu Streiks aufgerufen wurde. “Das ist für uns nicht akzeptabel. Heute gibt es eine Politik, und morgen könnte sie von einem neuen Direktor abgesagt werden. Daher haben wir erklärt, dass alle Garantien und Zahlungen, die im vorherigen Tarifvertrag enthalten waren, eingespart und in den neuen Vertrag aufgenommen werden sollten.”

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